



Liste freier Psychotherapeut*innen in Kooperation mit VPP
Herzlich Willkommen auf unserer Homepage!
Praxis im Dialog ist die neue Wahlliste, die frischen Wind in die Kammerwahl bringt. Wir treten dieses Jahr zum ersten Mal an und unser Ziel ist es, eine Kammerpolitik zu gestalten, die sich an der Realität unseres Berufsalltags orientiert.
Wir sind kein bloßes „Weiter so“: Als dynamischer Zusammenschluss aus engagierten Neueinsteiger:innen und erfahrenen Berufspolitiker:innen schlagen wir die Brücke zwischen wertvollem Wissen und neuen Impulsen. Unser Ziel ist es, berechtigte Kritik nicht nur zu äußern, sondern sie in greifbare Lösungen und praktisches Handeln zu übersetzen.
Aus der Praxis, für die Praxis.
Eine moderne Kammer verstehen wir als Service- und Unterstützungsstruktur. Sie arbeitet transparent, praxisnah und generationengerecht im Interesse der heute Tätigen ebenso wie des psychotherapeutischen Nachwuchses. Wir setzen uns für weniger Bürokratie ein, ohne Qualität zu gefährden. Wir wollen Digitalisierung so gestalten, dass sie Datensicherheit und therapeutische Verantwortung konsequent mitdenkt.
Wir stehen für kurze Wege und klare Worte. Gemeinsam wollen wir Strukturen schaffen, die Innovation ermöglichen und den Rücken frei halten für das, was zählt, die Arbeit mit unseren Patient:innen.
Stimmen der Praktiker:innen gehören ins Zentrum der Kammerarbeit
Für eine starke Psychotherapie in Hessen

Viele Stimmen aus der Praxis geben die Richtung vor, transparent und gemeinsam. So entsteht berufspolitischer Einfluss, der sich am Berufsalltag orientiert und in der Kammer auch wirklich ankommt. Wenn Entscheidungen anstehen, zählt Tempo und Klarheit. Dann braucht Psychotherapie eine Stimme, die schneller und lauter ist, damit wichtige Themen nicht untergehen. Damit diese Haltung nicht von Einzelnen geprägt wird, sondern aus der Praxis kommt, soll unsere Arbeit basisdemokratisch organisiert sein.
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Viele Stimmen aus der Praxis sollen die Richtung vorgeben. Denn berufspolitische Entscheidungen wirken sich direkt auf den Alltag in Praxen, Ambulanzen, Kliniken und (teil-)stationären Einrichtungen aus. Wenn die Perspektiven derjenigen, die täglich Versorgung leisten, systematisch einbezogen werden, entstehen Lösungen, die umsetzbar sind und die Versorgung tatsächlich stärken.
Transparenz ist dafür eine zentrale Voraussetzung. Wir wollen nachvollziehbar machen, welche Themen in der Kammer bearbeitet werden, wie Entscheidungen zustande kommen und welche Möglichkeiten der Beteiligung es gibt. So kann Vertrauen wachsen. Und so wird deutlich, wofür die Kammer steht und wofür sie sich einsetzt.Gleichzeitig braucht es in entscheidenden Momenten Tempo und Klarheit. Wenn neue Regelungen kommen, wenn Finanzierung, Personal oder Weiterbildung verhandelt werden, darf Psychotherapie nicht leise am Rand mitlaufen. Dann braucht es eine Stimme, die schneller und lauter ist, damit wichtige Themen nicht untergehen. Das heißt für uns: Positionen frühzeitig erkennen, verständlich kommunizieren und konsequent vertreten, mit einem klaren Blick auf die Auswirkungen in der Versorgung.
Damit diese Haltung nicht von Einzelnen geprägt wird, sondern aus der Praxis kommt, soll unsere Arbeit basisdemokratisch organisiert sein. Wir wollen Strukturen, die Beteiligung ermöglichen und die Vielfalt unseres Berufs realistisch abbilden. Dazu gehören offene Rückkopplung, regelmäßiger Austausch und transparente Entscheidungswege. So entsteht eine gemeinsame Linie, die getragen ist von Erfahrung, Fachlichkeit und dem, was im Berufsalltag wirklich gebraucht wird.
Unser Ziel ist eine Kammerpolitik, die erreichbar bleibt, zuhört und handlungsfähig ist. Eine Kammer, in der Praxiswissen zählt, in der Entscheidungen verständlich sind und in der Psychotherapie mit einer klaren, wirksamen Stimme vertreten wird.

Wir wollen die Kammer stärker als Service verstehen, der den Berufsalltag spürbar erleichtert. Dafür braucht es stärkere Unterstützung, wenn Fragen auftauchen, Orientierung nötig ist oder Entscheidungen anstehen. Ebenso wichtig ist Transparenz: Was wird entschieden, warum wird es entschieden und wie können Mitglieder sich beteiligen. Klare Informationen, verlässliche Ansprechstellen und nachvollziehbare Prozesse schaffen Vertrauen und sparen Zeit. So wird die Kammer zu einer Unterstützung, die erreichbar ist und in der Praxis wirklich ankommt.
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Der Alltag in Praxis, Ambulanz oder Anstellung ist oft dicht getaktet. Neben der therapeutischen Arbeit müssen viele organisatorische, rechtliche und technische Anforderungen bewältigt werden. Wir möchten, dass die Psychotherapeutenkammer ihre Mitglieder hier spürbar unterstützt. Eine moderne Kammer ist nicht nur Verwaltung, sondern eine verlässliche Service- und Unterstützungsstruktur.
Ein wichtiger Baustein ist Transparenz. Wer die Strukturen und Abläufe in der Kammer gut versteht, kann Entscheidungen besser einordnen und leichter Anknüpfungspunkte für eigenes Engagement finden. Dazu braucht es verständliche Informationen darüber, wie Gremien arbeiten, wie Prozesse laufen und wie Mitglieder sich einbringen können.
Ebenso zentral ist regelmäßige, gut verständliche Information. Die Kammer sollte über relevante Beschlüsse, Regelungen und berufspolitische Entwicklungen so informieren, dass sie im Alltag nutzbar sind. Wichtig ist dabei ein klarer Praxisbezug: Was ändert sich konkret, was bleibt gleich, und was bedeutet das für die eigene Arbeit?
Viele Fragen im Berufsalltag sind außerdem rechtlicher Natur. Wir halten eine gut erreichbare Beratung für wichtig, die Orientierung zu zentralen Themen gibt. Dazu gehören zum Beispiel Schweigepflicht, Abstinenzgebot und Fragen der professionellen Abgrenzung. Ziel ist nicht Verunsicherung, sondern Klarheit und Handlungssicherheit, gerade in herausfordernden Situationen.
Auch praktische Hilfen für den Arbeitsalltag sollten ausgebaut werden. Dazu zählen Informationen und Orientierung zu digitalen Neuerungen, etwa zu Praxissoftware, Dokumentation, sicheren Kommunikationswegen, Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz sowie Neuerungen in Diagnostik und Verfahren. Entscheidend ist, dass Empfehlungen realistisch umsetzbar sind und die Besonderheiten psychotherapeutischer Arbeit berücksichtigen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Berufsordnung. Die wichtigsten Regelungen sollten umfassend, leicht auffindbar und verständlich aufbereitet sein. Gute Informationen geben Sicherheit, vom Umgang mit Schweigepflicht und Abstinenzgebot bis zu Fragen der Abgrenzung und dem Umgang mit schwierigen Praxissituationen.
Beim Datenschutz geht es ebenfalls um praktische Umsetzbarkeit. Es reicht nicht, Vorgaben zu kennen. Mitglieder brauchen Unterstützung dabei, die Anforderungen im Praxisalltag sicher anzuwenden, ohne unnötige Hürden und ohne zusätzliche Verunsicherung.
Schließlich möchten wir Fortbildung so gestalten, dass sie inspiriert und wirklich hilft. Praxisnahe Angebote sollen Kolleg*innen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern erreichen und bereichern, fachlich und persönlich. Niedrigschwellige Formate und klare Themenauswahl können dazu beitragen, dass Fortbildung als Unterstützung erlebt wird.
Unser Ziel ist eine Kammer, die die Anliegen ihrer Mitglieder ernst nimmt. Unterschiedliche Arbeitsbereiche und Lebensphasen sollen gleichermaßen gehört und berücksichtigt werden. So wird Kammerarbeit nachvollziehbar, alltagsnah und für Mitglieder spürbar hilfreich.

Niedergelassene tragen viel Verantwortung, für Patientinnen und Patienten und für stabile Versorgung vor Ort. Dafür braucht es eine angemessene Finanzierung der psychotherapeutischen Versorgung, die den tatsächlichen Aufwand realistisch abbildet. Ebenso wichtig ist der Abbau bürokratischer Hürden, damit Zeit wieder dort ankommt, wo sie gebraucht wird, in der Behandlung und im Praxisalltag. Gleichzeitig sollen Niedergelassene umfassend informiert sein, verständlich, aktuell und verlässlich, wenn sich Regeln, Verfahren oder Rahmenbedingungen ändern.
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Als Liste der Praktiker*innen stehen für eine Kammer, die nicht abwartet, sondern gestaltet. Die Missstände klar benennt. Die Bürokratie abbaut statt verwaltet. Die ihre Mitglieder informiert, unterstützt und politisch wirksam vertritt. Denn unsere Kammer muss endlich wieder klar, entschlossen und mit Nachdruck die Interessen der niedergelassenen Kolleg*innen vertreten, offen, sichtbar und mit echtem politischem Gewicht.
Wir erleben tagtäglich in unseren Praxen, was ambulante Versorgung wirklich bedeutet. Wir spüren die Herausforderungen, die uns begegnen und wissen genau, wo die Probleme liegen. Gerade deshalb sind wir nicht bereit, immer neue Belastungen einfach hinzunehmen. Wir kämpfen, für unsere Berufung, unsere Patient*innen und eine Kammer, die sich wirklich für uns einsetzt. Wir brauchen eine starke politische Interessenvertretung gegenüber der Landespolitik.
Auf der Landesebene wollen wir in den verschiedenen Gremien dafür sorgen, dass wir als Berufsstand präsent sind und mitgestalten. In Kontakt mit den Parteien, die im Landtag vertreten sind, wollen wir an Anhörungen teilnehmen und dort die Interessen der Psychotherapeut*innen vertreten und z.B. für eine Verbesserung der Bedarfsplanung einsetzen. Auf die Bundespolitik beabsichtigen wir zusammen mit den anderen Landeskammern und der Bundespsychotherapeutenkammer Einfluss nehmen. Unsere Zeit gehört den Patient*innen, nicht endlosen Formularen. Wir fordern eine konsequente Entbürokratisierung und suchen hierfür die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Entbürokratisierung.
Bei der Qualitätssicherung fordern wir Augenmaß und Praxisnähe. Qualitätssicherung muss eine Unterstützung für die Psychotherapeut*innen sein. Wir können dabei auf gute von der Profession entwickelte Modell zurückgreifen. Informationsveranstaltungen und praxisnahe Leitfäden sind für uns keine freiwillige Zusatzleistung, sondern Kernaufgabe einer unterstützenden Selbstverwaltung. Qualitätssicherung darf nicht verunsichern, sondern muss Orientierung geben.
Für die Einführung der neuen Gebührenordnung für die Privatabrechnung (GOP)
ist eine klare und praxisnahe Informationsvermittlung unerlässlich. Gerade niedergelassene Kolleg*innen, insbesondere in Privatpraxen, benötigen verständliche und gut strukturierte Leitfäden, um die Umsetzung sicher und effizient gestalten zu können. Wir wollen auch Kolleg*innen bei der Beantragung der Kostenerstattung unterstützen.
Darüber hinaus wollen wir neue Versorgungsmodelle aktiv fördern. Kooperationsformen wie das Jobsharing bieten Chancen für einen gleitenden Praxisübergang, für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für die Sicherung der Versorgung im ländlichen Raum. Die Kammer soll hier informieren, beraten und strukturelle Unterstützung bieten, nicht nur verwalten.
Ein zentrales Anliegen ist für uns echte Transparenz bei Zulassungsverfahren. Auch wenn die Kammer formal keinen direkten Einfluss auf die Entscheidungen des Zulassungsausschusses hat, darf sie nicht passiv bleiben. Sie muss Verfahren kritisch begleiten, Rückmeldungen systematisch erfassen, strukturelle Probleme benennen und politisch Druck aufbauen, wo Fehlentwicklungen sichtbar werden. Transparenz ist keine Gefälligkeit, sondern eine sie ist Voraussetzung für Fairness und Vertrauen.
Als Liste Praxis im Dialog treten wir an, um den Praktikerinnen und Praktiker eine starke, selbstbewusste und durchsetzungsfähige Stimme zu geben. Entschlossen, praxisnah und mit klarer Haltung. Für bessere Rahmenbedingungen. Für weniger Bürokratie. Für eine starke Profession.

Angestellte Psychotherapeut*innen brauchen gute, verlässliche Rahmenbedingungen, auch in der (teil-)stationären Versorgung. Dafür braucht es verbindliche bedarfsgerechte Mindestpersonalvorgaben, damit Qualität und Teamarbeit nicht unter Druck geraten. Gleichzeitig setzen wir uns für eine facharztanaloge Vergütung aller angestellten Psychotherapeut*innen ein, fair und unabhängig vom Setting. So werden Verantwortung und Qualifikation anerkannt und gute Versorgung langfristig gesichert.
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Zur nachhaltigen Sicherung der stationären und teilstationären psychotherapeutischen Versorgung braucht es verbindliche, bedarfsgerechte Mindestpersonalvorgaben. Die aktuellen Personalbemessungssysteme bilden den tatsächlichen psychotherapeutischen Versorgungsauftrag vieler Einrichtungen noch nicht ausreichend ab. Die Folge sind herausfordernde Arbeitsbedingungen, zu geringe Personalkapazitäten und eine hohe Arbeitsbelastung.
Psychotherapeutische Fachkompetenz ist ein wesentlicher Bestandteil multiprofessioneller Behandlung. Sie muss in der Personalbemessung strukturell verankert und angemessen berücksichtigt werden. Das kann dazu beitragen, strukturell bedingten Fachkräfteengpässen vorzubeugen und die Versorgungsqualität langfristig zu sichern.
Psychotherapeut*innen in Anstellung übernehmen fachliche, organisatorische und leitende Aufgaben mit hoher Verantwortung. Tariflich und strukturell wird diese Verantwortung bislang häufig nicht passend zur tatsächlichen Funktion und Qualifikation abgebildet.
Die Vergütung von Psychotherapeut*innen in Kliniken soll Verantwortung und Qualifikation angemessen widerspiegeln. Dafür setzen wir uns für eine facharztanaloge Eingruppierung ein.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld schafft Vertrauen. Deshalb sollen Kammerhaushalt und Ausgabenrahmen transparent und gut nachvollziehbar sein. Wir setzen uns für klare Prioritäten ein, damit Mittel dort eingesetzt werden, wo sie den Mitgliedern und der Versorgung wirklich nützen. Ziel ist Beitragsstabilität, also stabile Kammerbeiträge, ohne unnötige Mehrbelastung. So bleibt die Kammer handlungsfähig und die finanzielle Planung für alle verlässlich.
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Zur Erfüllung ihrer Aufgaben braucht die Kammer finanzielle Mittel. Da sie keine staatlichen Gelder erhält, finanziert sie sich fast ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder. Dabei handelt es sich um nennenswerte Beträge. Deshalb ist es berechtigt und wichtig, genau hinzuschauen, wie die Kammer mit diesen Mitteln umgeht. Wir finden: Wer um Vertrauen wirbt, sollte offen darlegen, welche Finanzlinie er oder sie für die Kammer verfolgt.
Die Arbeit der Kammer lässt sich grob in drei Bereiche gliedern: hoheitliche Aufgaben, Mitgliederservice und berufspolitische Aktivitäten. Die hoheitlichen Aufgaben sind gesetzlich vorgegeben. Im Bereich Mitgliederservice und bei politischen Aktivitäten kann die Kammer Umfang und Schwerpunktsetzung jedoch steuern. Entscheidend ist dabei aus unserer Sicht eine klare Abwägung: Welche Wirkung hat eine Maßnahme für die Mitglieder und die Versorgung, und welche Kosten entstehen? Nicht alles, was möglich ist, ist automatisch sinnvoll oder vorrangig.
Durch die Reform der Ausbildung und die Einführung der neuen Weiterbildung sind der Kammer umfangreiche zusätzliche Aufgaben zugewachsen. Vereinfacht gesagt wurde der postuniversitäre Teil von einer Ausbildung zu einer Weiterbildung verschoben, mit Approbation bereits nach dem Studium. Damit ist dieser Bereich stärker in die Zuständigkeit der Kammern gerückt. Die Kammer musste Weiterbildungsordnungen erarbeiten und die Umsetzung organisieren, zum Beispiel durch Anerkennungsverfahren für Weiterbildungsstätten und Strukturen für die Begleitung der Weiterbildung.
In der letzten Wahlperiode wurden dafür Gremien erweitert, neue Ausschüsse eingerichtet und zusätzliches Personal aufgebaut. Diese Schritte verursachen laufende Kosten. Gleichzeitig sind Rücklagen, die zu Beginn der Wahlperiode noch in größerem Umfang vorhanden waren, deutlich zurückgegangen. Der nächste Vorstand wird daher vor einer grundlegenden Weichenstellung stehen: konsequent nach Einsparmöglichkeiten suchen oder Beiträge erhöhen.
Wir setzen uns dafür ein, Ausgaben und Strukturen kritisch zu prüfen. Dazu gehört aus unserer Sicht, Ausschüsse in ihrer Größe und Arbeitsweise zu überprüfen und gegebenenfalls zu verkleinern, zu prüfen, welche Ausschüsse dauerhaft notwendig sind und welche Aufgaben gebündelt werden können, auch die Besetzung und Größe des Vorstandes regelmäßig auf Notwendigkeit und Effizienz hin zu überprüfen, sowie in der Geschäftsstelle Abläufe zu modernisieren, Doppelstrukturen zu vermeiden und dort zu rationalisieren, wo es ohne Qualitätsverlust möglich ist.
Unser Ziel ist Beitragsstabilität. Wir möchten, dass die Kammerbeiträge in der nächsten Wahlperiode mindestens stabil bleiben und perspektivisch, wenn es finanziell verantwortbar ist, auch moderat sinken können. Im Bundesvergleich liegt Hessen nicht an der Spitze, bewegt sich aber im oberen Mittelfeld vergleichbarer Flächenländer. Wir sehen hier durchaus Einsparpotenziale, die sorgfältig geprüft und transparent umgesetzt werden sollten.
Wichtig ist uns dabei: Sparen darf nicht zulasten der gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben gehen und nicht zulasten der Qualität. Es geht um Prioritäten, um effiziente Strukturen und um eine nachvollziehbare Haushaltsführung im Interesse der Mitglieder.

Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie braucht in der Kammer eine klare, starke Vertretung. Dafür setzen wir uns für eine eigene Bedarfsplanung ein, die die Versorgungslage von Kindern, Jugendlichen und Familien realistisch abbildet. Ebenso wichtig ist eine leistungsgerechte Vergütung, die den fachlichen Aufwand und die besonderen Anforderungen dieses Arbeitsfeldes angemessen berücksichtigt. Bestehende Versorgungsdefizite sollen sichtbar gemacht und konsequent angegangen werden, damit Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. So stärken wir KJP nachhaltig und verbessern die Versorgung perspektivisch.
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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen (KJP) bilden eine der tragenden Säulen in der psychotherapeutischen Versorgung. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Es gibt immer noch viel zu wenige Kassenpraxen um den steigenden Bedarf zu decken. Gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen bei jungen Menschen zunehmen, ist der Mangel an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen besonders alarmierend und betrifft uns emotional stark. Die langen Wartelisten zeigen den Mangel auf.
In der Kammer sehen wir es als unsere Aufgabe, auf politischer Ebene eine eigenständige Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen durchzusetzen: Die Politik hatte diesen Schritt bereits angedacht, und wir möchten uns dafür einsetzen, das er in die Umsetzung kommt. Wir möchten, dass unsere Stimme gehört wird, damit junge Menschen die Unterstützung erhalten, die sie verdienen.
Wir engagieren uns mit Nachdruck dafür, dass die Interessen der KJP in der Kammer nicht nur vertreten, sondern aktiv gestaltet werden. In der vergangenen Legislaturperiode haben wurde bereits viel bewegt und wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass die Belange von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen im Mittelpunkt stehen.
Die KJP stehen oft vor speziellen juristischen Fragestellungen, die spezifischer Beratung bedürfen. Wir setzen uns dafür ein, dass ein entsprechendes Beratungsangebot geschaffen wird. Fachliche Beratung, die sich gezielt an die Bedürfnisse von KJP richtet, ist ein essenzieller Bestandteil unserer Forderungen. Ebenso setzen wir uns ein für fachspezifische Fortbildungsangebote für KJP für alle therapeutischen Verfahren. Nur so können wir die Qualität der Versorgung sichern und den Fachkräften den Rücken stärken.
Die besonderen Arbeitszeiten von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Sie verlangen Flexibilität und Verständnis: Aspekte, die wir in unseren politischen Forderungen berücksichtigt werden. Unsere Arbeit ist nicht nur eine Frage der Professionalität, sondern auch von Herz und Engagement für die jungen Menschen, die uns anvertraut werden.

Wer die Zukunft unserer Profession sichern will, muss bei der Ausbildung ansetzen. Die aktuellen Bedingungen sind nicht akzeptabel. Wir fordern faire Vergütung, transparente Verträge und verbindliche Mindeststandards. Gleichzeitig braucht es mehr Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit derjenigen, die täglich mit Leid und Belastung arbeiten. Psychotherapeut*innen in Ausbildung sind die Zukunft unseres Berufs. Ihre Perspektiven müssen in der Kammer gehört und in Entscheidungen einbezogen werden.
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Psychotherapeut*innen in Ausbildung tragen Verantwortung für Patient*innen, für therapeutische Prozesse und für die Qualität unserer Versorgung. Sie tun dies häufig unter strukturellen Bedingungen, diedieser Verantwortung nicht gerecht werden. Wer die Zukunft unserer Profession sichern will, muss bei den Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen ansetzen.Wir treten zur Kammerwahl in Hessen an, weil wir überzeugt sind: Die Kammer muss Missstände klar benennen und aktiv dagegenvorgehen.
Noch immer sind Ausbildungswege geprägt von finanzieller Belastung, unzureichender Vergütung und struktureller Unsicherheit. Es kann nicht sein, dass angehende Kolleg*innen über Jahre hinweg hohe Ausbildungskosten tragen, während sie gleichzeitig in Kliniken und Ambulanzen einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung leisten. Faire Vergütung, transparente Arbeitsverträge und klar definierte Aufgaben sind keine freiwilligen Leistungen, sondern Ausdruck professioneller Verantwortung. Die Kammer muss sich deutlich und öffentlich für verbindliche Mindeststandards einsetzen und Fehlentwicklungen konsequent adressieren.
Besonders problematisch ist die strukturelleUnklarheit der Rolle von Psychotherapeut*innen in Ausbildung. Sie befinden sich in einer Doppelrolle zwischen Lernenden und Behandelnden, mit realer Verantwortung, aber oft ohne ausreichende rechtliche und institutionelle Absicherung. Wir fordern klare Leitlinien zur Verantwortungsabgrenzung, transparente Regelungen zu Haftung und Versicherungsschutz sowie verlässliche Informationsangebote. Schutz vor Überforderung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck professioneller Kultur.
Darüber hinaus müssen wir offen über die psychische Gesundheit derjenigen sprechen, die täglich mit Leid, Trauma und schweren Erkrankungen konfrontiert sind. Selbstfürsorge darf nicht als private Aufgabe individualisiert werden, während strukturelle Belastungen fortbestehen. Wir setzen uns für niedrigschwellige Unterstützungsangebote, Peer-Netzwerke und eine klare Enttabuisierung von Überlastung ein. Eine Profession, die psychische Gesundheit vertritt, muss auch innerhalb der eigenen Reihen verantwortungsvollhandeln.
Schließlich fordern wir echte Mitgestaltung. Psychotherapeut*innen in Ausbildung sind die Zukunft unseres Berufsstandes. Ihre Perspektiven müssen verbindlich in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Transparente Kommunikation, feste Vertretungsstrukturen und generationenübergreifende Zusammenarbeit sind Voraussetzung für eine lebendige Kammerpolitik.
Fairness, Qualität und Transparenz sind für uns keine Schlagworte, sondern politische Verpflichtung. Berufspolitik muss generationenübergreifend gedacht werden. Dafür treten wir an.

Wir warten nicht auf perfekte Bedingungen, sondern schaffen tragfähige Lösungen. Viele sprechen über die Probleme der reformierten Weiterbildung. Wir gestalten sie. Während andere auf vollständig geklärte Finanzierungsmodelle warten, setzen wir uns für praxistaugliche Lösungen im ambulanten und klinischen Setting ein. Gute Kammerpolitik entsteht nicht am Schreibtisch, sondern aus der Versorgungspraxis heraus. Und wir kämpfen weiterhin um finanziell tragfähigere Weiterbildungsbedingungen nach wissenschaftlichen Standards.
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Die reformierte, psychotherapeutische Weiterbildung entscheidet über die Zukunft unserer Versorgung. Sie darf nicht an ungeklärten Finanzierungsfragen oder an Sektorengrenzen scheitern. Wir sind überzeugt: Weiterbildung darf nicht stillstehen, bis alle politischen Fragen gelöst sind. Unsere Wahlliste setzt sich für praxistaugliche und umsetzbare Lösungen im ambulanten und im klinischen Setting ein.
Unsere Wahlliste steht für eine Kammerpolitik, die Verantwortung übernimmt, statt abzuwarten. Wir setzen uns für praxistaugliche Lösungen im ambulanten und klinischen Setting ein, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen. Weiterbildung soll ermöglicht werden, nicht blockiert.
Zentral ist für uns die Verzahnung der Weiterbildung zwischen ambulanten und stationären Bereichen im Sinne der Weiterbildungskandidat*innen. Diese muss sich an den Bedürfnissen der Weiterbildungskandidat*innen orientieren und verlässliche, planbare Weiterbildungswege schaffen. Institutionelle Zuständigkeiten dürfen nicht über Qualität, Fairness und Versorgungsnotwendigkeiten gestellt werden.
Damit das gelingt, brauchen die Stimmen der Praktiker*innen in der Psychotherapeutenkammer Hessen deutlich mehr Gewicht. Wer täglich versorgt und ausbildet, weiß, wo die Hürden liegen und wie tragfähige Lösungen aussehen. Wir stehen für eine Kammerpolitik, die Verantwortung übernimmt und die Weiterbildung aktiv im Sinne der Versorgung und des Nachwuchses weiterentwickelt. Wir gestalten, unterstützen und verbinden.
Wir ermöglichen die Weiterbildung statt nur zu reden.

Generationengerechtigkeit heißt für uns, Anliegen von Kolleg*innen in jeder Berufsphase gleichermaßen ernst zu nehmen. Damit Erfahrung erhalten bleibt und Neues Platz hat, braucht es gute Rahmenbedingungen für die Stabübergabe in Praxen, Teams und Gremien. Wer lange im Beruf ist, soll Wissen und Verantwortung gut weitergeben können, ohne unnötige Hürden. Und wer neu startet, soll faire Chancen bekommen, sich einzubringen und mitzugestalten. So entsteht eine Kammerarbeit, die langfristig trägt und Psychotherapie für die nächsten Jahre stärkt.
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Die psychotherapeutische Versorgung in Hessen wird von mehreren Generationen von Psychotherapeut*innen getragen. Jede Generation bringt eigene Erfahrungen, Erwartungen und Herausforderungen mit. Eine verantwortungsvolle Kammerpolitik muss diese unterschiedlichen Perspektiven zusammenführen und Rahmenbedingungen schaffen, die sowohl dem beruflichen Nachwuchs als auch den erfahrenen Kolleg*innen gerecht werden.
Für junge Psychotherapeut*innen stehen derzeit vor allem Fragen der Ausbildung und Weiterbildung, der beruflichen Perspektiven sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben im Vordergrund. Der Einstieg in den Beruf muss unter fairen, planbaren und fachlich hochwertigen Bedingungen möglich sein. Eine tragfähige Weiterbildung im ambulanten und klinischen Setting ist hierfür eine zentrale Voraussetzung.
Gleich zeitigstehen viele etablierte Kolleginnen und Kollegen vor neuen Anforderungen. Praxisführung, zunehmende Bürokratie, Digitalisierung und Fragen der Praxisnachfolge prägen zunehmend den beruflichen Alltag. Auch der Übergang in spätere Berufsphasen und die Weitergabe von Erfahrung und Verantwortung verdienen stärkere Aufmerksamkeit innerhalb der Kammerarbeit.
Generationsgerechtigkeit bedeutet daher, die Interessen verschiedener Berufsphasen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sinnvoll miteinander zuverbinden. Der Austausch zwischen jüngeren und erfahrenen Psychotherapeut*innen stärkt die berufliche Gemeinschaft und trägt dazu bei, Wissen, Erfahrung und Verantwortung weiterzugeben.
Unsere Wahlliste setzt sich für eine Kammerpolitik ein, die diesegenerationen übergreifende Perspektive konsequent berücksichtigt. Ziel ist eine berufliche Entwicklung, die jungen Kolleg*innen gute Startbedingungen bietet und zugleich die Erfahrung und Kompetenz der etablierten Psychotherapeut*innen einbindet. Nur so kann unser Beruf langfristig attraktiv bleiben und die psychotherapeutische Versorgung nachhaltig gesichert werden.

Wir bringen Vereinbarkeit von Familie und Beruf konsequent in die berufspolitischen Diskussionen ein und machen sie zum Maßstab für Entscheidungen.
Unsere Forderungen:
- Spürbar reduzierte Kammerbeiträge während der Elternzeit
- Familienfreundliche Gremienarbeit (hybrid, planbar, betreuungskompatibel)
- Echte Teilhabe auch in Phasen familiärer Verantwortung
Unser Ziel: Eine Kammer, die die Lebensrealität ihrer Mitglieder nicht nur anerkennt, sondern aktiv gestaltet.
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Ein Großteil der Psychotherapeut:innen ist weiblich. Viele Kolleg:innen stehen vor der Herausforderung, sowohl eine eigene Praxis als auch eine Familie zu gründen und diese beiden Lebensbereiche miteinander zu vereinbaren. Das bedeutet, dass sie berufliches Engagement und familiäre Verpflichtungen gleichzeitig bewältigen müssen. Die Psychotherapeutenkammer Hessen sollte die Anliegen und Bedürfnisse dieser Mitglieder aktiv in ihre Arbeit einbeziehen und entsprechende Themen berücksichtigen.
Wer die Zukunft unseres Berufsstandes aktiv mitgestalten möchte, muss die Lebensrealität derjenigen anerkennen und berücksichtigen, die ihn heute prägen und tragen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur ein Begleitthema, sondern ein zentrales Anliegen in sämtlichen berufspolitischen Diskussionen wird. Insbesondere die gezielte Entlastung von Müttern und Vätern während der Phase der Familiengründung sollte als wesentliches Thema in die Kammerpolitik integriert werden.
Dazu gehört für uns auch eine klare finanzielle Entlastung: Während der Elternzeit müssen Kammerbeiträge spürbar reduziert werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass Kolleg:innen in einer Phase eingeschränkter Erwerbstätigkeit die volle finanzielle Last tragen. Familienarbeit ist gesellschaftlich unverzichtbar – sie darf nicht zusätzlich sanktioniert werden.
Um Familien in finanzieller Hinsicht wirksam zu unterstützen, ist eine grundlegende Anpassung der Beitragsordnung für Kammermitglieder erforderlich. Insbesondere während der Elternzeit, in der das Einkommen oftmals deutlich reduziert ist, sollten die Mitgliedsbeiträge spürbar gesenkt werden. Darüber hinaus gilt es, die Regelungen zur Vertretung während der Elternzeit weiter zu optimieren. Das Thema Elternzeit für Selbstständige sollte gezielt weiterentwickelt und praxisnah ausgestaltet werden, um die besonderen Herausforderungen dieser Lebensphase angemessen zu berücksichtigen.
Wir setzen wir uns für strukturell familienfreundliche Rahmenbedingungen in der Kammer ein: flexible und hybride Gremienarbeit, planbare und betreuungskompatible Sitzungszeiten sowie echte Teilhabemöglichkeiten auch in Phasen hoher familiärer Belastung. Engagement darf keine Frage der verfügbaren Betreuungsressourcen sein.
Unser Ziel ist klar: eine Kammer, die die Lebensrealität ihrer Mitglieder nicht nur anerkennt, sondern aktiv gestaltet. Familienfreundlichkeit ist kein „Extra“ – sie ist Voraussetzung für gerechte Teilhabe und eine zukunftsfähige Selbstverwaltung.

Psychotherapie ist vielfältig, und diese Vielfalt soll sich auch in der Kammerarbeit widerspiegeln. Verfahrensübergreifen heißt für uns: Die verschiedenen Psychotherapieverfahren werden ernst genommen und fair vertreten, ohne Konkurrenzdenken. In berufspolitischen Fragen suchen wir das Verbindende und setzen uns für Lösungen ein, die in der Praxis funktionieren. So stärken wir gemeinsam eine Psychotherapie, die offen bleibt, fachlich klar ist und allen Verfahren Raum gibt.
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Verfahrensvielfalt liegt uns besonders am Herzen, denn sie ist für unsere Kammerpolitik ein zentrales Anliegen. Gerade eine Kammer sollte im Sinne ihrer Mitglieder sämtliche Verfahren und Methoden vertreten, damit jede*r Psychotherapeut*in seine fachliche Identität leben und weiterentwickeln kann. Diese Vielfalt ist für uns keine bloße Aufzählung unterschiedlicher Schulen – wir erleben sie vielmehr als lebendige Bereicherung unserer psychotherapeutischen Arbeit. Sie fordert von uns Offenheit, Respekt und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.
Die Unterschiedlichkeit verschiedener Ansätze betrachten wir als wertvolle Ressource, die das Spektrum therapeutischer Möglichkeiten erweitert und die Versorgung aller Patient*innen verbessert. Verfahrensvielfalt ist für uns ein zentrales Qualitätsmerkmal psychotherapeutischer Versorgung – und ein Leitprinzip unserer Kammerpolitik. Eine starke Profession erkennt an, dass psychisches Leiden vielfältige Ursachen, Ausdrucksformen und Entwicklungsverläufe hat. Entsprechend vielfältig müssen auch unsere therapeutischen Zugänge sein.
Wir setzen uns mit Leidenschaft und fachlicher Überzeugung dafür ein, dass die Unterschiede nicht als Hürden, sondern als Chancen verstanden werden: für eine professionelle, menschliche und zukunftsfähige Psychotherapie.
Die vier psychotherapeutischen Grundorientierungen – Verhaltenstherapie, psychodynamische Psychotherapie, Systemische Therapie und Humanistische Psychotherapie – stehen jeweils für eigenständige theoretische Fundamente, klinische Erfahrungsräume und wirksame Interventionsformen. Diese Unterschiedlichkeit verstehen wir als eine bedeutsame Ressource unserer psychotherapeutischen Arbeit, die genutzt werden sollte.
Wir wollen eine Kammer, die diese Vielfalt aktiv repräsentiert und strukturell absichert. Das bedeutet: Alle wissenschaftlich fundierten Verfahren müssen im Kammergeschehen selbstverständlich und gleichberechtigt verankert sein, in Gremien, in der Fort- und Weiterbildung, in Stellungnahmen und in der berufspolitischen Positionierung. Verfahrensvielfalt, sondern muss sichtbar gelebt werden. Sie darf sich nicht nur auf dem Papier zeigen.
Wir wollen Dialog und Austausch, Kooperation und die Entwicklung innovativer Versorgungsmodelle innerhalb der Kammer initiieren. Methodische Vielfalt heißt für uns: voneinander lernen, miteinander weiterdenken und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt für uns auf der strukturellen Gleichstellung aller Verfahren innerhalb der Versorgungslandschaft. Patient*innen müssen einen fairen und gleichwertigen Zugang zu unterschiedlichen Therapieformen erhalten. Therapeut*innen müssen in ihrer jeweiligen methodischen Ausrichtung unterstützt und nicht strukturell benachteiligt werden. Dazu gehören passende Rahmenbedingungen in der Weiterbildung, eine angemessene Repräsentanz in universitären Kontexten sowie flexible Abrechnungs- und Strukturvorgaben, die therapeutische Handlungsspielräume aller Verfahren gleichwertig ermöglichen statt einschränken.
Die sozialrechtliche Anerkennung der Systemischen Therapie war ein Meilenstein für die psychotherapeutische Vielfalt in Deutschland. Doch die Realität in den Praxen zeigt: Anerkennung ist nicht gleich Gleichberechtigung. Wir stehen für eine Kammerpoltik, die für eine vollumfängliche Integration der Systemischen Therapie in die Versorgungslandschaft sorgt. Wir wollen für systemische Weiterbildungsstätten sorgen und setzen uns für die Anerkennung der systemischen Therapie bei der hessischen Beihilfe ein.
Die wissenschaftliche Anerkennung der Gesprächspsychotherapie als weiteres Richtlinienverfahren verstehen wir in diesem Zusammenhang als wichtigen Schritt hin zu einer konsequent pluralen und wissenschaftlich fundierten Versorgungskultur.
Verfahrensvielfalt ist für uns kein Selbstzweck. Sie ist Ausdruck professioneller Haltung, wissenschaftlicher Offenheit und patient*innenorientierter Verantwortung. Eine Kammer, die diese Vielfalt schützt und stärkt, sichert nicht nur die Qualität unserer Arbeit. Sie stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer gesamten Profession.

Digitalisierung kann entlasten, wenn sie gut gemacht ist und sich am Praxisalltag orientiert. Dafür stehen Datensicherheit und therapeutische Verantwortung an erster Stelle, damit Vertrauen und Schutz sensibler Informationen gewahrt bleiben. Gleichzeitig braucht es Kompetenz: verständliche Informationen, praxistaugliche Standards und Unterstützung, wenn neue Vorgaben oder Systeme eingeführt werden. So kann Digitalisierung helfen, Abläufe zu vereinfachen, ohne die therapeutische Arbeit aus dem Blick zu verlieren.
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Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen grundlegend und die psychotherapeutische Praxis ist davon nicht ausgenommen. Neue Systeme, Vorgaben und technische Möglichkeiten prägen zunehmend den Praxisalltag. Ob diese Entwicklung als Entlastung oder als Belastung erlebt wird, hängt entscheidend davon ab, wie Digitalisierung gestaltet wird. Unser Anspruch ist klar: Digitalisierung muss dem Menschen dienen nicht umgekehrt.
Dabei stehen Datensicherheit und therapeutische Verantwortung an erster Stelle. Psychotherapeutische Praxen arbeiten mit hochsensiblen persönlichen Daten. Vertrauen ist die Grundlage jeder therapeutischen Beziehung und dieses Vertrauen schließt den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Informationen ausdrücklich ein. Datenschutzrechtliche Vorgaben müssen nicht nur bekannt, sondern auch praxistauglich umsetzbar sein. Hier braucht es klare Standards, verlässliche Lösungen und eine Kammer, die ihre Mitglieder aktiv unterstützt und informiert.
Gleichzeitig bietet Digitalisierung echte Chancen. Elektronische Dokumentation, digitale Kommunikation mit Kostenträgern und telemedizinische Angebote können Abläufe vereinfachen und wertvolle Zeit für die eigentliche therapeutische Arbeit freisetzen. Digitale und hybride Therapieformate können zudem Versorgungslücken schließen und Menschen erreichen, die bisher keinen Zugang zur Versorgung hatten. Diese Potenziale wollen wir nutzen mit Augenmaß und ohne die Qualität therapeutischer Arbeit zu gefährden.
Damit Digitalisierung im Praxisalltag wirklich ankommt, braucht es Kompetenz und Unterstützung. Neue Vorgaben wie die Telematikinfrastruktur oder elektronische Patientenakten stellen viele Kolleginnen und Kollegen vor praktische Herausforderungen. Verständliche Informationen, praxisnahe Schulungen und niedrigschwellige Beratungsangebote sind deshalb unverzichtbar. Die Kammer muss hier eine aktive Rolle übernehmen und als verlässliche Anlaufstelle zur Verfügung stehen.
Künstliche Intelligenz eröffnet darüber hinaus neue Möglichkeiten von der Unterstützung bei Diagnostik und Dokumentation bis hin zu innovativen Therapiebegleitangeboten. Gleichzeitig stellen sich dabei grundlegende ethische Fragen: Was darf KI in der Psychotherapie leisten? Wo liegen die Grenzen? Diese Diskussion müssen wir als Profession aktiv führen und mitgestalten, bevor andere für uns entscheiden.
Unser Ziel ist eine Digitalisierung, die den Praxisalltag erleichtert, Bürokratie abbaut und neue Versorgungsmöglichkeiten schafft ohne Datenschutz, Qualität und therapeutische Beziehung zu kompromittieren. Dafür setzen wir uns ein: mit praxisnahem Sachverstand, klaren Forderungen und dem Anspruch, unsere Profession in die digitale Zukunft zu führen.

Mitglieder unserer Liste haben sich in der letzten Wahlperiode für eine konstruktive Kooperation zwischen Kammer und Psychotherapeutenversorgungswerk eingesetzt. Dieses möchten wir in der kommenden Wahlperiode fortsetzen.
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Das Psychotherapeutenversorgungswerk ist eine eigenständige Körperschaft und von der Psychotherapeutenkammer Hessen rechtlich völlig unabhängig. Formale Kontaktpunkte gibt es lediglich im Bereich der Mitgliedermeldungen. Trotzdem halten wir es für wichtig, dass beide Institutionen konstruktiv kooperieren. In der vergangenen Wahlperiode hat der Kandidat unserer Liste, Mitgliederdelegiertenversammlung der Kammer und stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates des PVW, Hans Bauer, regelmäßig zu jeder Delegiertenversammlung der Kammer über das Versorgungswerk berichtet. Dieses möchten wir auch in der nächsten Wahlperiode weiterführen um die Kooperation zwischen diesen beiden Instanzen der Psychotherapeutenschaft weiter zu stärken.

Viele Menschen warten monatelang auf einen Therapieplatz oder finden keinen Zugang zur Versorgung. Das muss sich ändern! Wir fordern flexible Versorgungsmodelle, den Abbau bürokratischer Hürden und eine angemessene Honorierung. Als Profession übernehmen wir gemeinsam Verantwortung – für eine Versorgungslandschaft, in der Menschen schnell und wohnortnah Unterstützung finden.
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Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten und belastendsten Erkrankungen unserer Zeit. Dennoch warten viele Menschen monatelang auf einen Therapieplatz, scheitern an bürokratischen Hürden oder finden schlicht keinen wohnortnahen Zugang zur Versorgung. Das ist nicht hinnehmbar. Eine gute psychotherapeutische Versorgung ist keine Selbstverständlichkeit sie muss aktiv gestaltet und politisch erkämpft werden.
Als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten kennen wir die Realität unserer Versorgungslandschaft aus erster Hand. Wir sehen, wo es hakt: zu lange Wartezeiten, zu starre Strukturen, zu wenig Vernetzung und eine Honorierung, die dem tatsächlichen Aufwand nicht gerecht wird. Diese Missstände benennen wir klar und wir setzen uns mit konkreten Forderungen dafür ein, sie zu verändern.
Wir treten ein für flexible und innovative Versorgungsmodelle, die unterschiedliche Bedarfe abbilden. Dazu gehören niedrigschwellige Angebote, stärkere interprofessionelle Zusammenarbeit sowie digitale und hybride Formate, die Versorgungslücken schließen können ohne dabei Qualität und therapeutische Beziehung zu opfern. Gruppenangebote, Netzwerke zwischen Praxen und Kliniken sowie gemeindepsychiatrische Kooperationen sind dabei ebenso wichtig wie kreative Ansätze für ländliche Regionen und unterversorgte Bevölkerungsgruppen.
Gesundheitspolitisch fordern wir den Abbau bürokratischer Belastungen, die uns Zeit und Energie kosten, die eigentlich den Patientinnen und Patienten gehören. Flexible Abrechnungsstrukturen, eine angemessene Honorierung und mehr Handlungsspielraum für die therapeutische Arbeit sind keine Wünsche, sondern Notwendigkeiten. Die Kammer muss diese Forderungen klar und öffentlich vertreten.
Gleichzeitig liegt es auch an uns als Profession, Verantwortung zu übernehmen. Kollegialer Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Engagement stärken nicht nur uns als Berufsstand, sondern auch die Qualität unserer Arbeit. Wir können viel bewegen wenn wir zusammenstehen.
Unser Ziel ist eine Versorgungslandschaft, in der Menschen schnell, wohnortnah und mit der richtigen therapeutischen Methode Unterstützung finden. Dafür arbeiten wir. Gemeinsam.

Psychotherapie trägt gesellschaftliche Verantwortung, die weit über den Behandlungsraum hinausgeht. Wir setzen uns für Entstigmatisierung, Prävention und eine gerechte Versorgung für alle ein. Als Kammer wollen wir diese Stimme engagiert und mit klarer Haltung in Politik und Öffentlichkeit einbringen.
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Psychotherapie ist mehr als die Behandlung individuellen Leidens. Sie ist eine gesellschaftliche Kraft und wir als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten tragen Verantwortung, die weit über die Behandlungsräume hinausgeht. Diese Verantwortung wollen wir aktiv wahrnehmen.
Psychische Erkrankungen betreffen nicht nur Einzelne. Sie haben weitreichende Folgen für Familien, Arbeitswelt und soziale Systeme. Als Profession kennen wir diese Zusammenhänge aus täglicher Erfahrung und wir haben die Aufgabe, sie in den öffentlichen Diskurs zu tragen. Entstigmatisierung ist dabei ein zentrales Anliegen: Psychische Gesundheit muss als selbstverständlicher Teil von Gesundheit verstanden und behandelt werden. Vorurteile und Scham dürfen Menschen nicht länger daran hindern, rechtzeitig Hilfe zu suchen.
Psychotherapie darf nicht erst am Ende einer langen Leidensgeschichte stehen. Wir setzen uns für Prävention, frühe Intervention und niedrigschwellige Angebote ein in Schulen, Betrieben und Gemeinden. Psychische Gesundheit muss früh gefördert werden, bevor Krisen entstehen. Das ist nicht nur menschlich geboten, sondern auch gesellschaftlich sinnvoll.
Besonders im Blick haben wir dabei soziale Ungleichheit. Psychische Erkrankungen treffen sozial benachteiligte Menschen besonders hart und der Zugang zur Versorgung ist ungleich verteilt. Wir treten ein für eine gerechte, inklusive und kultursensible Versorgung, die alle Menschen erreicht, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Wohnort.
Gesellschaftliche Krisen hinterlassen psychische Spuren. Klimakrise, Pandemiefolgen, Krieg, soziale Spaltung und wachsende Einsamkeit diese Entwicklungen fordern uns als Profession heraus, neue Antworten zu entwickeln. Wir müssen kollektive Belastungen erkennen, benennen und in unsere Arbeit integrieren. Dabei ist interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich: mit Sozialarbeit, Schule, Medizin und Politik. Gesellschaftliche Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen.
Auch die Digitalisierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz stellen uns vor neue ethische Fragen. Als Profession, die in einem besonderen Vertrauensverhältnis mit Menschen arbeitet, tragen wir Verantwortung dafür, dass technologischer Fortschritt dem Menschen dient und nicht auf Kosten von Qualität, Datenschutz und therapeutischer Beziehung geht.

Christel Van den Berghe ist Psychotherapeutin in eigener Praxis in Wiesbaden. In ihrer langjährigen Berufstätigkeit hat sie verschiedene Facetten der Selbstständigkeit durchlaufen. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führte sie zunächst eine Privatpraxis und nahm später eine halbe KV-Zulassung hinzu. Als Regionalvorsitzende des VPP in Hessen setzt sie sich bereits heute aktiv für die Belange der Kollegenschaft ein. Sie bringt die Stimme der Praxis direkt in die Kammerarbeit ein - für faire Bedingungen und gute Versorgung.
Christel Van den Berghe
PP VT
"Wir kämpfen gemeinsam, sichtbar und laut für faire Bedigungen."
Else Döring
PP und KJP, VT und GT
„Die Psychotherapeuten-kammer ist für alle ihre Mitglieder da.“

Dr. Ewa Jonkisz
PP und KJP, VT
„Nachwuchs fördern heißt Profession schützen.“
Dr. Ewa Jonkisz ist Psychotherapeutin und Gründerin der Linden-Ambulanz für Psychotherapie. Sie steht für eine zugewandte, klare und verantwortungsbewusste psychotherapeutische Versorgung. In ihrer Arbeit verbindet sie fachliche Sorgfalt mit alltagsnahen Lösungen – und setzt auf transparente Kommunikation sowie Zusammenarbeit auf Augenhöhe.In der Kammer möchte sie sich für Rahmenbedingungen einsetzen, die gute Psychotherapie ermöglichen: verlässliche Versorgung, praxistaugliche Regelungen und eine starke Unterstützung von Kolleg*innen – auch für selbstständige Praxen und neue Versorgungsmodelle.

Ich setze mich dafür ein, die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken. Besonders wichtig ist mir ein frühzeitiger und niedrigschwelliger Zugang zu Therapie, damit junge Menschen und ihre Familien schneller Unterstützung erhalten. Zugleich möchte ich die Perspektiven und Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen stärker in die fachpolitische Arbeit einbringen und die Zusammenarbeit mit Schule, Jugendhilfe und anderen Unterstützungssystemen fördern. Gute Versorgung braucht außerdem gute Rahmenbedingungen – daher setze ich mich auch für faire und nachhaltige Arbeitsbedingungen und Vergütung in unserem Beruf ein.
Anna-Lena Burkard
KJP VT
"Psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen muss gestärkt werden."

Ich bin approbierte systemische Psychotherapeutin für Erwachsene in Frankfurt und habe meine Ausbildung an der Hessischen Akademie für Integrative Psychotherapie (HAiP) in Hanau absolviert. Dort habe ich erfahren, wie wertvoll die Zusammenarbeit über unterschiedliche therapeutische Ansätze hinweg ist.
Mir ist es wichtig, dass wir verfahrensübergreifend zusammenarbeiten und die Interessen unserer gesamten Profession vertreten – auch die der Kolleg:innen in Aus- und Weiterbildung. Als nachwachsende Generation sollten wir die Zukunft unserer Profession aktiv mitgestalten und sie nicht allein den Interessen der Kostenträger überlassen.
Nur gemeinsam können wir eine starke Stimme im Gesundheitssystem entwickeln und die Anliegen unseres systemrelevanten Heilberufs wirkungsvoll vertreten.
Marion Ballhausen
PP ST
"Therapievielfalt zu einer starken Stimme vereinen."
Zu Honorarkürzungen, zur Abwertung unseres Berufs und Sparkurs auf Kosten psychisch erkrankter Menschen. Die geplanten Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen stoßen auf scharfe Kritik. Trotz steigendem Bedarf und bestehender Versorgungslücken sollen die Vergütungen zum 1. April um 4,5 Prozent abgesenkt werden. Empörung, Wut, Irritation machen sich breit. Vor diesem Hintergrund ruft das Bündnis Psychotherapie Hessen zur Demonstration auf. Ziel ist es, ein deutliches Zeichen gegen die Kürzungen und für eine verlässliche psychotherapeutische Versorgung zu setzen. Seien Sie dabei und gemeinsam mit uns laut!
April 2026
15 Uhr vor der Alten Oper

Alle Verbände der Psychotherapeuten rufen zum Protesttag anlässlich der Übergabe der Petition gegen die Kürzung der Psychotherapievergütung an Frau Bundesministerin Warken.
Dazu findet hier in der hessischen Landeshauptstadt vor dem Hessischen Landtag eine Protestdemonstration statt. Es werden verschiedene Rednerinnen und Redner aus den psychotherapeutischen Verbänden und Vertreter der politischen Parteien erwartet.
Kommt mit und sagt NEIN zu den Kürzungen der Psychotherapieleistungen!
April 2026
13:00 Uhr auf dem Mauritiusplatz in Wiesbaden
